Welcome to the BassMatrix!

Mit dem Buchtitel oute ich mich natürlich als Fan der Matrix-Trilogie. “I’m going to show them a world where anything is possible.” – Ähnlich wie dort geht es auch hier um das Entdecken einer Realität hinter der Realität: Bass Matrix öffnet die Tür zur Welt der Basslines und Grooves und entschlüsselt die Magie hinter den Riffs, die Du gerne spielst oder schon immer spielen wolltest. Es erweitert das rhythmische Bewusstsein und die rhythmische Auffassungsgabe. Auch auf dem Cover gibt es Matrix-Reminiszenzen – aber in erster Linie handelt es sich um ein Bassbuch, das den Leser mit einem revolutionären Blickwinkel auf einen spannenden Streifzug durch Grooves und Basslines mitnimmt. Dabei geht es immer wieder um diese Fragen: Was ist das Geheimnis dieser Bassline? Warum geht dieses Riff so ins Ohr? Warum spielt der Bass diese Bassline zu jenem Drum Beat? Und wie kannst du davon etwas für deine eigenen Bass-Abenteuer mitnehmen, um eigene Bassparts zu erschaffen?

Groove-Power-Package

Das Buch bietet eine stattliche Sammlung von Bass-Riffs, Fills, Beats, Griffbildern, Jams, Kreativübungen und nützlichen Bass-Tools. Es gibt einfache Groove-Methoden zum Entwickeln eigener Basslines, einen großen Bass & Drum Groove Atlas, eine Fill-In Library und vieles mehr. Das Ganze wird abgerundet durch eine epische Sammlung von mehr als 400 Song- und Audiobeispielen, die von bekannten Songs, Bands und Bassisten inspiriert sind. Als Sahnehäubchen haben wir den herausragenden Ralf Gustke am Schlagzeug dabei. Gemeinsam haben wir ein kraftvolles Groove-Paket geschnürt, das stolze 900 Gramm auf die Waage bringt – fast 300 Seiten voller Inspiration, die deine musikalische Reise auf ein neues Level heben und deinen Bass-Motor auf Hochtouren bringen werden! Damit kann man sein eigenes Groove- und Fill-Repertoire aufbauen, das man in allen Tonarten und Situationen abgroovebereit hat, um songdienlich, solide und geschmackvoll zu spielen – ganz so, wie man es für seinen Bass-Alltag benötigt. Mit einem Timing solide wie ein Felsen.

Keine Sorgen mit dem Notenlesen: intuitive Notation wie bei einem Drumcomputer

Namensgeber des Buches ist die eigens entwickelte Notationsweise,  bei der Basslines und Drumbeats wie in einem Sequenzer dargestellt sind. Auch ohne Notenlesekenntnisse bekommt man so einen klaren rhythmischen Überblick: man sieht intuitiv, wo jeder Ton sitzt und wie lange er klingen soll. Am Anfang und bei den längeren Jams bieten wir auch Noten und Tabulaturen als Unterstützung. Ansonsten bleiben wir bei der übersichtlichen BassMatrix-Gitterdarstellung.

Tankstelle für Inspiration

Egal, ob man am Anfang seiner Bassreise stehst oder bereits fortgeschritten bist – mit der BASS MATRIX kann man besser werden und seinen musikalischen Horizont erweitern. Während des Übens können nebenbei jede Menge neue Ideen entstehen. Und selbst wenn man nicht jede Übung zu 100 % perfektioniert, wird man sicher interessante musikalische Synapsen in Bewegung setzen und neu verdrahten. Man kann das Buch auch einfach irgendwo aufschlagen, wenn man mal eine Tankstelle für Inspiration braucht.

Bass-Trinity: Rhythmus, Harmonie und Melodie

Bassisten haben ja viele Möglichkeiten, die Musik zu beeinflussen. Denn Basslines sind eine magische Verbindung aus Rhythmus, Harmonie und Melodie.
Rhythmus: Zusammen mit dem Drummer legen sie das rhythmische Grundgerüst der Band – mit anderen Worten – sie sind das Fundament, auf das alle anderen Musiker aufbauen.Harmonie: Zusammen mit Gitarristen und Keyboardern legen sie die harmonische Basis, auf die sich die Melodien und Soli beziehen.
Melodie: Jede Bassline ist immer auch melodisch orientiert. Stabile Grundtöne oder schnelle Läufe in Moll- oder Dur-Pentatonik, geradlinig oder beweglich, klar und sparsam oder prall gefüllt, regelmäßige Oktaven oder Quinten … man hat eine Menge Zutaten zur Auswahl, mit denen man den Vibe einer Bassline würzen kann.

Praxisnah und mit Hunderten von Groove-Beispielen geht man in Bass Matrix all diesen faszinierenden Stilmitteln auf den Grund. Der so gewonnene Bass-Wortschatz ist in sechs Toolboxen (Kapiteln) geordnet:

In Toolbox 1 groovt man sich auf die wichtigsten Rhythmen ein und lässt daraus erste Basslines entstehen.

In Toolbox 2 wird der Bass-Wortschatz erweitert und dann auf alle möglichen, auch abgefahrenen Rhythmiken angewendet.

Toolbox 3 beleuchtet die Welt der Drum Beats aus Bass-Sicht und präsentiert eine Step-by-Step-Methode, mit der man zu jedem gegebenen Drumpattern Basslines entwickeln kann. Der Bass & Drum Groove Atlas beherbergt sämtliche relevanten Bass & Drum-Figuren und ihre Variationen – vom Bouncer über Slick & Straight und Dynamo bis hin zu extravaganten Odd Meters. Und das stilistisch offen, auf rhythmus und groove orientiert, mit Beispielen aus Rock, Funk, Hip-Hop, Metal, RnB, Soul, Jazz, Afrobeat, Latin.

Toolbox 4 beinhaltet sämtliche wichtigen Griffbilder, die für die Gestaltung von Basslines entscheidend sind. Hier untersucht man den Einfluss bestimmter Töne auf den Klang von Riffs, schult die Flexibilität und Musikalität. Zu jedem Griffbild gibt es passende Songbeispiele. Des Weiteren werden bereits gespielte Riffs analysiert, um zu verstehen, welches Tonmaterial sie verwenden und was ihren Sound ausmacht. So wird man in die Lage versetzt, selber Basslines in diesen Sounds zu entwickeln.

In Toolbox 5 werden die Basslines mit Fill-Ins verfeinert.  Es gibt ein großes Fill-Buffet zum Stöbern und Üben.

Schließlich wird in Toolbox 6 die erlernte Bass-Sprache in jeder erdenklichen Groove-Situation angewendet werden kann. Man überträgt beispielhaft 16 verschiedene Bass-Styles auf Takte mit 5, 6, 7, 9, 10, 11, usw. …

Bass Repertoire in jeder Situation abgroove-bereit

Die Toolboxen bestehen aus einem Sortiment von Bass-Presets, mit denen man in jeder Rhythmik Basslines entwickeln kann. Das wird dann zunächst auf die wichtigsten Rhythmusfiguren und später auch auf die ausgefallenen Odd Meters angewendet, durch die man sich dann aber genauso intuitiv und locker durchgroovt, dass man gar nicht merkt, dass man sich mittlerweile vielleicht auf einem 7/8-Planet mit anderer Groove-Gravitation befindet.

Der Groove liegt satt auf der Strasse

Ein wichtiges Anliegen des Buches ist, das Spiel stabiler und klarer zu machen. Gleichzeitig soll der Kreativität des Lesers ein Extra-Kick verpasst werden. Dazu wird gleich zu Beginn ein genauerer Blick auf die rhythmische Basis geworfen:

1. Jeder Rhythmus ist in Gruppen eingeteilt (z. B. in 2er-, 3er- und 4er-Gruppen).

2. Abhängig vom Musikstil wird diese Reihe von Gruppen (‚Grouping‘) dann mit verschiedenen Tönen gefüllt.

Egal, ob Basslines, Beats oder was auch immer – rund um den Globus und in jeder Taktart gilt dieses Prinzip: eine Gruppenaufteilung als Basis und  Tonmaterial, mit dem diese Gruppen ausgefüllt werden. Mit diesem Blickwinkel geht der Leser Riffs, ihrem Sound und verschiedenen Stilen auf den Grund. Daraus wird dann eine Bass-Sprache extrahiert, mit der man selber Basslines bauen kann.

Stärke deine rhythmischen Skills mit Subdivisions und Groupings

Drummer kennen diese Grouping-Geschichte. Aber auch ich habe in meinen Bass-Workshops, im Unterricht und sogar bei meinem eigenen Spiel sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Im Handumdrehen konnten Schüler plötzlich Dinge spielen, die sie vorher nicht auf dem Radar hatten. Der Grouping-Ansatz ist das Herzstück der BASS MATRIX und bringt eine spürbare Verbesserung in diesen Bereichen:

1. Inner Clock & Microtime: Das Timing wird präziser, so solide wie ein Felsen, der Groove klingt ‚tighter‘. Man bekommt ein besseres Gespür dafür, wo genau jeder Ton im Raster eigentlich hingehört.

2. Musikalisch-rhythmisches Verständnis: Die Groupings strukturieren die Bassline in ihre Basis-Akzente. Der Groove wird auf die rhythmische/n Grundfigur/en reduziert, die dann mit Tönen ausgestaltet und umspielt werden können. Man spürt exakt, wo der Kern des Grooves liegt und das stellt das Rhythmusgefühl auf eine stabile Grundlage.

3. Kreativität, spontan und selbstständig eigene Basslines zu entwickeln: Die nächsten Hammer-Riffs werden nur so heraussprudeln. Indem man die BassMatrix wie eine Sprache verwendet, entwickelt man Ideen aus sich selbst heraus und muss nicht nur vorgefertigte Licks abrufen oder kopieren.

4. Musikalischer Ausdruck: Selbstständigeres Spiel bedeutet, man spürt, was der Song braucht und welche Stilmittel die Bassline benötigt. Genauso wie in der Sprache geht es also nicht nur darum, Texte auswendig nachzusingen, sondern sie auch zu verstehen. Denn so kann man seine eigenen ‚Worte‘ finden.

5. Mehr Abwechslung in deinem Spiel: Welche Groupings gibt es? Wie kann man sein Groove-Repertoire damit aufpeppen? Wie baut man eigene Groupings und was kann man alles aus ihnen herausholen? Zum Beispiel kann man eine Bassline entlang des Groupings erweitern oder variieren, indem man sie ‚busier‘ macht oder ausdünnt. Oder man überträgt den Klang der Bassline in eine andere Groove-Situation, indem man das Grouping verändert.

6. Fett grooven, nice & easy, in jeder Groove-Situation und Taktart:

Bass Matrix behandelt alle wichtigsten 4/4-Rhythmen in 8, 16 und 12, und was man über 5, 7, 9, 11, 13, Quintolengrooves und alle anderen ungeraden Metren wissen muss. Groupings sind der Schlüssel zu einem tieferen Rhythmus-Verständnis. Damit wird es so einfach wie noch nie, sich in unbekanntes rhythmisches Terrain vorzuwagen – denn alles besteht ja aus Gruppen.

7. Flexibilität

BASS MATRIX hilft dabei, sein eigenes Groove- und Fill-Repertoire aufzubauen, das man in allen Tonarten und Situationen abgroovebereit hast, um songdienlich, solide und geschmackvoll zu spielen – ganz so, wie man es für deinen Bass-Alltag benötigst.

BASS & DRUM GROOVE ATLAS

Fast 100 Seiten widmet das Buch in der Mitte dem Zusammenspiel mit den Drums. Dabei geht es um diese Standardsituation: Der Schlagzeuger hat einen Beat für dich parat (oder du hast einen Drumloop für einen Track gefunden, auf den du etwas aufnehmen möchtest) – Was kannst du dazu spielen? Welche Bass-Styles lassen sich aus einem Beat herausholen, und wie kann man dabei verschiedene Stimmungen für unterschiedliche Song-Teile entwickeln? Es werden sechs Bassmethoden gezeigt, mit denen man zu jedem vorgegebenen Drumbeat sechs verschiedene Bass-Styles entwickeln kann. Man lernt die wichtigsten Basics über Drumbeats aus der Bassperspektive: die relevantesten Kick-Snare-Abfolgen und die grundlegenden Rhythmen. Diese werden dann mit unterhaltsamen Namen wie “Bouncer,” “Slick & Straight,” “Sneakersbounce,” “Bootyshaker,” oder “Cliffhanger” präsentiert. In der erwähnten Notation sind dann auch Kick- und Snare-Symbole enthalten, sodass man auch visuell verfolgen kann, wie Drumbeat und Bassline miteinander interagieren.

Angefangen bei straighten “Klip & Klar”-Beats bis hin zu Odd-Metern und zusammengesetzten Metren. Das Ganze wird angereichert mit Hunderten bekannter Songbeispiele, von Aerosmith bis ZZ Top, von Afrobeat bis Zappa.

Bass Matrix in der Praxis

Für Einsteiger bietet das Buch eine hervorragende Ergänzung zum Unterricht: Es stellt Grundpatterns und einfache Groove-Methoden bereit. Du kannst dein Rhythmusgefühl trainieren und die wichtigsten Griffbilder lernen. Fortgeschrittene Anfänger können ihren Groove neu erden und ihr Repertoire erweitern. Sie entwickeln kreativ ihre Bass-Skills weiter und gestalten stylische Bass-Parts. Fortgeschrittene können mit BASS MATRIX ihr Repertoire, ihren Groove und ihre Flexibilität umfassend updaten. Sie können damit ihre Kenntnisse wie eine Bass-Sprache einsetzen, ihre Odd-Meter-Skills ausbauen, sich auf die längeren Jam-Stücke konzentrieren oder die Methode selbst weiterentwickeln. Auch Produzenten, Songwriter und Keyboarder werden hier fündig, besonders im Bass & Drum Groove Atlas. Selbst ohne Notenkenntnisse kann man super mit dem Buch arbeiten, dank der an Drum-Sequencer-Software angelehnten Darstellung. 

Kompass

Musikalische Grenzen verschwimmen heutzutage. Es gibt eine Fülle von Genres, Crossover-Stilen und spannenden Neuentdeckungen überall auf der Welt – und alles ist nur wenige Klicks entfernt. Gleichzeitig wimmelt das Internet von neuen Videos, Tutorials, Live-Hacks, Aufsehen erregenden YouTube-Überschriften und Musik, die vor allem durch ihre Videos Gehör findet. In diesem Dschungel kann mein Buch dein Kompass sein. Denn es hilft dir, Bass-Parts besser zu verstehen und rauszuhören und selber zu entwickeln. Die BASS MATRIX stärkt deine Bass-Muskeln und Kreativität, um neue Ideen zu entdecken und mit anderen zusammenzuspielen – ganz so, wie du es für deinen Spiel-Alltag brauchst.

Navigiere mühelos durch viele Stilrichtungen

Bass verbindet: es gibt ihn in nahezu allen Genres. Unterschiedliche Bass-Styles haben oft gemeinsame Wurzeln und unterscheiden sich häufig eher in Sound und Attitude. Ich habe schon immer in vielfältigen musikalischen Ecken gestöbert, in verschiedenen Genres gespielt und mit Musikern aus aller Welt gearbeitet. Es ist der Hammer, wie vielseitig man mit dem Bass in verschiedene Musikrichtungen eintauchen kann und dabei immer wieder den universellen Groove findet. Dieses Verbindende hat mich geprägt und darüber wollte ich schon immer ein Buch schreiben, ohne stilistische Schubladen – um mit dem Leser den Groove zu feiern,  die Sprache hinter Basslines zu erkunden und herauszufinden, was sie so besonders macht, um den Groove noch satter zu machen und ein paar kreative Türen im Kopf zu öffnen. Also, schnapp dir dein Instrument, mach es dir bequem, und lass uns gemeinsam rocken!